“Stress” basiert auf Interviews mit Inhaftierten in der Jugendstrafanstalt Berlin. Das medial inszenierte Bild von jungen männlichen Straftätern ist stark verzerrt. Ihre Perspektive spielt für die Vorstellung, die die Gesellschaft außerhalb des Gefängnisses von ihnen hat, kaum eine Rolle. Der Berliner Regisseur Adrian Figueroa wirft einen Blick auf die Sehnsüchte, Wut und Ohnmacht von jungen Männern, mit denen er über Monate hinweg Gespräche geführt hat. In ihren Lebensgeschichten zwischen radikaler Verweigerung und totalem Anpassungswunsch berichten sie schonungslos, was nicht stimmt: mit ihnen selbst und mit der Gesellschaft. Die Schauspieler Nyamandi Adrian, Lukas  Steltner, Hasan Taşgın und Paul Wollin bringen Texte, die Figueroa zusammen mit dem Dramaturgen Tunçay Kulaoğlu auf Grundlage der durchgeführten Gesprächen entwickelt und mit Kadir “Amigo” Memiş choreografiert hat, im HAU3 auf die Bühne.

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Tagesspiegel:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-leben-junger-strafgefangener-mandelblaettchen-roesten-im-gefaengnis/20691810.html

Neus deutschland:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1073287.es-ist-schrecklich-es-ist-wahr.html

http://www.hebbel-am-ufer.de/programm/spielplan/adrian-figueroa-stress/

Foto Credit: Graziela Diez